Chancen in Erfolg verwandeln

21. September 2022

Lengerich schreibt Verpackungsgeschichte: Seit 100 Jahren produziert Bischof + Klein in seinem Stammwerk Säcke, Beutel und Folien. Das Familienunternehmen selbst feiert in diesem Jahr seinen 130. Geburtstag. 

An fünf Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen produzieren rund 2.700 Mitarbeiter flexible Verpackungen und technische Folien aus Kunststoff und Verbunden. Mit einem Jahresumsatz von rund 618 Mio. Euro gehört Bischof + Klein zu den größten Komplettanbietern in Europa.

Alles begann 1892 in einer Lengericher Scheune: Hier druckten Alwin Klein und Hermann Bischof mit einer Prägepresse Bibelsprüche auf Karton und gründeten die „Papierfabrik und Prägeanstalt Bischof & Klein“. Holzbrandmalerei, Erbauungsliteratur und Postkarten gehörten ebenfalls zum Produktportfolio.

Eine ganz neue Idee hatten die Söhne Ernst, Hans und Werner Klein. Sie begannen 1922 mit der Herstellung von Papiersäcken für die heimische Zement- und Kalkindustrie. Schon 1924 arbeiten in dieser Sparte 60 MitarbeiterInnen.

Zusammen mit der Maschinenfabrik Windmöller & Hölscher entwickelte Ernst Klein die erste „Großpapier-Staffelsack-Schlauchmaschine“ und revolutionierte 1928 die industrielle Papiersack- und Beutelherstellung. 1950 gehörte Bischof + Klein mit 32 Mio. verkauften Papiersäcken zu den größten Produzenten in Deutschland. Werbewirksam bedruckte Papiertüten für Konsumartikel wie Zucker kamen hinzu. 1953 gehörte Bischof + Klein auch hier zu den führenden Herstellern.

In den 1960-er Jahren eroberte der Kunststoff die Verpackungsindustrie. Früh produzierte auch Bischof + Klein Säcke und Beutel aus Polyethylen, kurz PE. Investitionen in neue Technologien ermöglichten in den 1980-er Jahren die Herstellung ganz neuer Produkte. Bischof + Klein wurde zum Marktführer bei Vakuumverpackungen für Kaffee sowie bei Oberflächenschutzfolien.

In dieser Zeit übernahm das Unternehmen eine Vorreiterrolle im Umweltschutz. Unter dem Motto „Wir sind umwelt-aktiv“ griff Bischof + Klein die Kritik an der Kunststoffproduktion auf. Eine emissionsarme Herstellung und sparsamer Einsatz von Rohstoffen durch immer dünnere Folien waren richtungsweisende Antworten. Heute setzt Bischof + Klein neue Maßstäbe mit dem Einsatz von Post Consumer Rezyklat (PCR) und der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Bis 2024 sollen mehr als 70 Prozent der Konsumverpackungen recycelfähig sein und/oder mit PCR hergestellt werden. So will das Familienunternehmen einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Kreislaufwirtschaft leisten.

Im neuen Innovationszentrum arbeiten Lengericher Verpackungsspezialisten gemeinsam mit Kunden, Maschinenherstellern und Rohstofflieferanten aus aller Welt an neuen Ideen für umweltfreundlichen Produktschutz. Etliche Auszeichnungen in den vergangenen Jahren bestätigten die erfolgreiche Entwicklungsarbeit.

In der Corona-Pandemie übernahm Bischof + Klein eine herausragende Rolle als Lieferant von hochreinen Verpackungen für Impfstoffe. Bereits 2004 war die erste vollständig gekapselte Reinraumfabrik zur Herstellung von hochreinen Verpackungen für die Medizin-, Pharma- und Elektronikindustrie in Betrieb gegangen. Seither ist dieser Bereich stetig gewachsen. Zum Ende des Jubiläumsjahrs wird wieder eine neue Halle für die Reinraumfertigung eingeweiht.

CEO Dr. Tobias Lührig: „Die Unternehmensgeschichte zeigt, dass Bischof + Klein im entscheidenden Moment stets seine Chancen erkannt und in Erfolg verwandelt hat.“ Im 130. Jahr seines Bestehens befindet sich das Unternehmen wieder mitten in einem großen Veränderungsprozess. „Wir machen Bischof + Klein enkelfähig. Um im internationalen Wettbewerb nachhaltig bestehen zu können, investieren wir in Digitalisierung und richten uns strategisch neu aus. Unser erklärtes Ziel: Wir wollen zu den fünf besten Unternehmen unserer Branche in Europa gehören!“


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